Wohnraum nach oben statt nach hinten
Eine Aufstockung setzt eine neue Etage auf das Bestandsgebäude, oft anstelle eines flachen oder schwach geneigten Daches. In dichten Stadtlagen wie Castrop-Rauxel und im gesamten Ruhrgebiet, in denen Anbauen horizontal kaum noch möglich ist, ist das oft die einzige Möglichkeit, Wohnfläche zu schaffen. Auch für Mehrfamilienhäuser ist die Aufstockung als Schließung von Baulueck-Höhen interessant.
Wir bauen Aufstockungen in Holzrahmenbauweise. Die leichte Bauweise reduziert die zusätzliche Last auf den Bestand deutlich, oft sind die Geschossdecke und die Gründung tragfähig genug, ohne dass Verstärkungen nötig werden. Das prüft der Tragwerksplaner anhand der Bestandsstatik.
Wann eine Aufstockung sinnvoll ist
Dichte Stadtlage ohne Erweiterungsfläche
Grundstück ist klein, ein Anbau zur Seite nicht möglich, Garten soll nicht weichen.
Flaches oder schwach geneigtes Bestandsdach
Das alte Dach wird abgetragen und die neue Etage in Holzrahmenbau aufgesetzt.
Mehrgenerationen-Modell
Eltern wollen oben einziehen, Kinder bleiben unten, oder umgekehrt. Eigene Wohneinheit oben ist baurechtlich oft möglich.
Vermietung als Wohneinheit
Aufgestockte Wohnung als eigene Einheit kann separat vermietet werden, KfW-Förderung als Wohnungsneubau prüfen.
Sanierung des Bestands gleichzeitig
Wenn das alte Dach ohnehin saniert wird, ist die Höhenerweiterung oft nicht viel teurer als nur die Sanierung.
Was wir liefern
Bestandsaufnahme
Wir nehmen Geometrie, vorhandene Statik und Anschlüsse auf, klären Bedarf und Wünsche.
Statik des Bestands
Tragwerksplaner-Partner prüft Geschossdecke, Außenwände und Gründung auf zusätzliche Lastreserven.
Bauantrag
Architekt-Partner stellt den Bauantrag, fuegt Bauvorlagen, Statik und Brandschutznachweis bei.
Werkplanung Holzrahmenbau
CAD-Planung der Wandelemente, Anschlüsse, Dächer und Treppen.
Vorfertigung und Aufrichtung
Wandelemente und Dachstuhl entstehen vorgefertigt, das Aufrichten dauert oft nur wenige Tage, Bestand bleibt regendicht.
Eindeckung und Fassade
Anschließend Eindeckung durch unsere Dachdecker und Holzfassade oder Putzsystem.
Genehmigung und Förderung
Eine Aufstockung ist in NRW genehmigungspflichtig, weil sie das Volumen und die Höhe des Gebäudes verändert. Der Bauantrag wird durch einen Architekten oder Bauvorlageberechtigten gestellt, wir arbeiten mit einem Architekt-Partner zusammen. Bebauungsplan, Abstandsflächen und Gestaltungssatzung müssen eingehalten werden.
Schafft die Aufstockung eine neue, abgeschlossene Wohneinheit, kann sie als KfW-Wohnungsneubau gefördert werden, mit zinsgünstigem Kredit und Tilgungszuschuss. Bei reinen Erweiterungen der bestehenden Wohnung greifen die BEG-Einzelmaßnahmen für die thermische Hülle. Welche Förderung passt, klärt der Energieberater des Bauherrn.
Holz und Aufbau
KVH Wandelemente
Außen- und Innenwände der Aufstockung in Holzrahmenbau mit KVH, Mineralwolle und beidseitiger Beplankung.
Brettsperrholz CLT
Massivholzplatte für Decke oder ausgesteifte Wände, schnell montiert, hohe Tragfähigkeit.
Mineralwolle WLS 035
Klassische Dämmung im Gefach der Wandelemente, brandsicher und schalltechnisch gut.
Zellulose Einblasdämmung
Recyclingdämmstoff aus Altpapier, fugenlos eingeblasen, gute sommerliche Hitzeschutzwirkung.
Holzfaserdämmplatte
Aufdachdämmung oder Außendämmung mit Putzträger, diffusionsoffen.
Ablauf in 6 Schritten
- 01
Vor-Ort-Aufnahme und Bestandsstatik
Wir nehmen Gebäude und vorhandene Statik auf, klären Wünsche und Förderoptionen mit Architekt und Energieberater.
- 02
Statikprüfung und Vorplanung
Tragwerksplaner prüft die Lastreserven, Architekt entwirft die Aufstockung.
- 03
Bauantrag
Architekt stellt den Bauantrag, fuegt Bauvorlagen, Statik und Brandschutznachweis bei.
- 04
Werkplanung und Vorfertigung
CAD-Planung der Wandelemente, Vorfertigung und Anlieferung auf die Baustelle.
- 05
Aufrichten
Altdach wird abgetragen, Wandelemente und Dachstuhl werden in wenigen Tagen aufgestellt, Bestand wird zügig regendicht.
- 06
Ausbau und Abnahme
Eindeckung, Fassade, Innenausbau durch Folgegewerke, gemeinsame Abnahme mit Foto-Dokumentation.
Was eine Aufstockung kostet
Wir kalkulieren transparent. Eine seriöse Pauschalangabe ohne Vor-Ort-Aufnahme ist nicht möglich. Diese Faktoren beeinflussen den Preis am stärksten:
- Wohnfläche
- Groesste Stellgröße, abgerechnet pro Quadratmeter neue Wohnfläche.
- Lastreserven Bestand
- Wenn die Geschossdecke nicht ausreicht, sind Verstärkungen nötig, das verteuert das Projekt.
- Bauweise und U-Werte
- KfW-fähige Aufstockung mit hohen Dämmstandards ist hochwertiger und teurer als ein Standardaufbau.
- Vorfertigungsgrad
- Höherer Vorfertigungsgrad reduziert die Bauzeit und damit Witterungsrisiko und Mietausfall.
- Genehmigung
- Architektenhonorar, Statikhonorar und Behördenkosten fallen separat an.
- Folgegewerke
- Innenausbau, Heizung, Elektro und Sanitär sind in der Regel Drittgewerke und nicht im Holzbau-Festpreis enthalten.
Festpreis nach Aufnahme
Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, danach erhalten Sie ein detailliertes Angebot mit Festpreis. Keine späteren Aufschläge ohne neue Vereinbarung.
Häufige Fragen
Kann mein Haus eine Aufstockung tragen?
Das prüft der Tragwerksplaner anhand der Bestandsstatik und einer Begehung. Holzrahmenbau ist deutlich leichter als Massivbau, dadurch gehen viele Bestände ohne Verstärkungen. Sicherheit gibt erst die Berechnung.
Wie lange dauert eine Aufstockung?
Vom Aufrichten des neuen Geschosses sind oft schon nach wenigen Tagen alle Wandelemente und der Dachstuhl gestellt, das Gebäude regendicht. Inklusive Innenausbau, Eindeckung und Fassade rechnen wir mit 4 bis 10 Wochen Gesamtbauzeit, je nach Größe.
Kann ich während der Aufstockung im Haus wohnen?
Im Erdgeschoss bleibt das Wohnen meist möglich, weil die obere Etage zügig regendicht wird. Heizung und Stromversorgung werden so geplant, dass sie während des Baus nicht ausfallen.
Welche Förderung gibt es?
Schafft die Aufstockung eine neue, abgeschlossene Wohneinheit, kann sie als KfW-Wohnungsneubau gefördert werden. Bei reiner Erweiterung der bestehenden Wohnung greifen BEG-Einzelmaßnahmen für die thermische Hülle. Welche Förderung passt, prüft der Energieberater.
Brauche ich einen Bauantrag?
Ja, eine Aufstockung ist in NRW genehmigungspflichtig. Der Bauantrag wird durch einen Architekten oder Bauvorlageberechtigten gestellt, wir koordinieren mit unserem Architekt-Partner.
Was kostet eine Aufstockung?
Wir kalkulieren jedes Projekt individuell nach Vor-Ort-Aufnahme. Statt einer pauschalen Spanne, die Ihrem Vorhaben oft nicht gerecht wird, erstellen wir ein detailliertes Angebot mit verbindlichem Festpreis. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin.
