Aufstockung eines Bestandsgebäudes in Holzrahmenbauweise

06 · Wohnraum nach oben

Aufstockung

Eine Aufstockung erweitert das Bestandsgebäude um eine zusätzliche Etage, in der Regel in leichter Holzrahmenbauweise.

Vor dem Bau prüft ein Tragwerksplaner den Bestand auf Tragfähigkeit der Geschossdecke und der Außenwände, in NRW ist die Aufstockung baurechtlich genehmigungspflichtig.

Aufstockungen sind in dichten Stadtlagen oft die einzige Möglichkeit, Wohnraum zu schaffen, ohne Garten oder Stellplatz zu opfern, und werden teilweise als KfW-Wohnungsneubau gefördert.

Bauzeit
4-10 Wochen
Bauweise
Holzrahmenbau
Statik
Bestandsprüfung
Genehmigung
Bauantrag

Wohnraum nach oben statt nach hinten

Eine Aufstockung setzt eine neue Etage auf das Bestandsgebäude, oft anstelle eines flachen oder schwach geneigten Daches. In dichten Stadtlagen wie Castrop-Rauxel und im gesamten Ruhrgebiet, in denen Anbauen horizontal kaum noch möglich ist, ist das oft die einzige Möglichkeit, Wohnfläche zu schaffen. Auch für Mehrfamilienhäuser ist die Aufstockung als Schließung von Baulueck-Höhen interessant.

Wir bauen Aufstockungen in Holzrahmenbauweise. Die leichte Bauweise reduziert die zusätzliche Last auf den Bestand deutlich, oft sind die Geschossdecke und die Gründung tragfähig genug, ohne dass Verstärkungen nötig werden. Das prüft der Tragwerksplaner anhand der Bestandsstatik.

Wann eine Aufstockung sinnvoll ist

  • Dichte Stadtlage ohne Erweiterungsfläche

    Grundstück ist klein, ein Anbau zur Seite nicht möglich, Garten soll nicht weichen.

  • Flaches oder schwach geneigtes Bestandsdach

    Das alte Dach wird abgetragen und die neue Etage in Holzrahmenbau aufgesetzt.

  • Mehrgenerationen-Modell

    Eltern wollen oben einziehen, Kinder bleiben unten, oder umgekehrt. Eigene Wohneinheit oben ist baurechtlich oft möglich.

  • Vermietung als Wohneinheit

    Aufgestockte Wohnung als eigene Einheit kann separat vermietet werden, KfW-Förderung als Wohnungsneubau prüfen.

  • Sanierung des Bestands gleichzeitig

    Wenn das alte Dach ohnehin saniert wird, ist die Höhenerweiterung oft nicht viel teurer als nur die Sanierung.

Was wir liefern

  • Bestandsaufnahme

    Wir nehmen Geometrie, vorhandene Statik und Anschlüsse auf, klären Bedarf und Wünsche.

  • Statik des Bestands

    Tragwerksplaner-Partner prüft Geschossdecke, Außenwände und Gründung auf zusätzliche Lastreserven.

  • Bauantrag

    Architekt-Partner stellt den Bauantrag, fuegt Bauvorlagen, Statik und Brandschutznachweis bei.

  • Werkplanung Holzrahmenbau

    CAD-Planung der Wandelemente, Anschlüsse, Dächer und Treppen.

  • Vorfertigung und Aufrichtung

    Wandelemente und Dachstuhl entstehen vorgefertigt, das Aufrichten dauert oft nur wenige Tage, Bestand bleibt regendicht.

  • Eindeckung und Fassade

    Anschließend Eindeckung durch unsere Dachdecker und Holzfassade oder Putzsystem.

Genehmigung und Förderung

Eine Aufstockung ist in NRW genehmigungspflichtig, weil sie das Volumen und die Höhe des Gebäudes verändert. Der Bauantrag wird durch einen Architekten oder Bauvorlageberechtigten gestellt, wir arbeiten mit einem Architekt-Partner zusammen. Bebauungsplan, Abstandsflächen und Gestaltungssatzung müssen eingehalten werden.

Schafft die Aufstockung eine neue, abgeschlossene Wohneinheit, kann sie als KfW-Wohnungsneubau gefördert werden, mit zinsgünstigem Kredit und Tilgungszuschuss. Bei reinen Erweiterungen der bestehenden Wohnung greifen die BEG-Einzelmaßnahmen für die thermische Hülle. Welche Förderung passt, klärt der Energieberater des Bauherrn.

Holz und Aufbau

KVH Wandelemente

Außen- und Innenwände der Aufstockung in Holzrahmenbau mit KVH, Mineralwolle und beidseitiger Beplankung.

Holzrahmen

Brettsperrholz CLT

Massivholzplatte für Decke oder ausgesteifte Wände, schnell montiert, hohe Tragfähigkeit.

BSP

Mineralwolle WLS 035

Klassische Dämmung im Gefach der Wandelemente, brandsicher und schalltechnisch gut.

GEG-konform

Zellulose Einblasdämmung

Recyclingdämmstoff aus Altpapier, fugenlos eingeblasen, gute sommerliche Hitzeschutzwirkung.

nachhaltig

Holzfaserdämmplatte

Aufdachdämmung oder Außendämmung mit Putzträger, diffusionsoffen.

diffusionsoffen

Ablauf in 6 Schritten

  1. 01

    Vor-Ort-Aufnahme und Bestandsstatik

    Wir nehmen Gebäude und vorhandene Statik auf, klären Wünsche und Förderoptionen mit Architekt und Energieberater.

  2. 02

    Statikprüfung und Vorplanung

    Tragwerksplaner prüft die Lastreserven, Architekt entwirft die Aufstockung.

  3. 03

    Bauantrag

    Architekt stellt den Bauantrag, fuegt Bauvorlagen, Statik und Brandschutznachweis bei.

  4. 04

    Werkplanung und Vorfertigung

    CAD-Planung der Wandelemente, Vorfertigung und Anlieferung auf die Baustelle.

  5. 05

    Aufrichten

    Altdach wird abgetragen, Wandelemente und Dachstuhl werden in wenigen Tagen aufgestellt, Bestand wird zügig regendicht.

  6. 06

    Ausbau und Abnahme

    Eindeckung, Fassade, Innenausbau durch Folgegewerke, gemeinsame Abnahme mit Foto-Dokumentation.

Was eine Aufstockung kostet

Wir kalkulieren transparent. Eine seriöse Pauschalangabe ohne Vor-Ort-Aufnahme ist nicht möglich. Diese Faktoren beeinflussen den Preis am stärksten:

Wohnfläche
Groesste Stellgröße, abgerechnet pro Quadratmeter neue Wohnfläche.
Lastreserven Bestand
Wenn die Geschossdecke nicht ausreicht, sind Verstärkungen nötig, das verteuert das Projekt.
Bauweise und U-Werte
KfW-fähige Aufstockung mit hohen Dämmstandards ist hochwertiger und teurer als ein Standardaufbau.
Vorfertigungsgrad
Höherer Vorfertigungsgrad reduziert die Bauzeit und damit Witterungsrisiko und Mietausfall.
Genehmigung
Architektenhonorar, Statikhonorar und Behördenkosten fallen separat an.
Folgegewerke
Innenausbau, Heizung, Elektro und Sanitär sind in der Regel Drittgewerke und nicht im Holzbau-Festpreis enthalten.

Festpreis nach Aufnahme

Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, danach erhalten Sie ein detailliertes Angebot mit Festpreis. Keine späteren Aufschläge ohne neue Vereinbarung.

Häufige Fragen

Kann mein Haus eine Aufstockung tragen?

Das prüft der Tragwerksplaner anhand der Bestandsstatik und einer Begehung. Holzrahmenbau ist deutlich leichter als Massivbau, dadurch gehen viele Bestände ohne Verstärkungen. Sicherheit gibt erst die Berechnung.

Wie lange dauert eine Aufstockung?

Vom Aufrichten des neuen Geschosses sind oft schon nach wenigen Tagen alle Wandelemente und der Dachstuhl gestellt, das Gebäude regendicht. Inklusive Innenausbau, Eindeckung und Fassade rechnen wir mit 4 bis 10 Wochen Gesamtbauzeit, je nach Größe.

Kann ich während der Aufstockung im Haus wohnen?

Im Erdgeschoss bleibt das Wohnen meist möglich, weil die obere Etage zügig regendicht wird. Heizung und Stromversorgung werden so geplant, dass sie während des Baus nicht ausfallen.

Welche Förderung gibt es?

Schafft die Aufstockung eine neue, abgeschlossene Wohneinheit, kann sie als KfW-Wohnungsneubau gefördert werden. Bei reiner Erweiterung der bestehenden Wohnung greifen BEG-Einzelmaßnahmen für die thermische Hülle. Welche Förderung passt, prüft der Energieberater.

Brauche ich einen Bauantrag?

Ja, eine Aufstockung ist in NRW genehmigungspflichtig. Der Bauantrag wird durch einen Architekten oder Bauvorlageberechtigten gestellt, wir koordinieren mit unserem Architekt-Partner.

Was kostet eine Aufstockung?

Wir kalkulieren jedes Projekt individuell nach Vor-Ort-Aufnahme. Statt einer pauschalen Spanne, die Ihrem Vorhaben oft nicht gerecht wird, erstellen wir ein detailliertes Angebot mit verbindlichem Festpreis. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin.

Anfrage zu Aufstockung

Aufstockung planen?

Holzrahmenbau auf Bestand. Statik, Bauantrag, Bau aus einer Hand.

Wohnraum nach oben

Bereit für den nächsten Schritt?

Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, transparente Beratung, Festpreis nach Aufmaß. Anruf oder Anfrageformular reichen.