Holzrahmenbau Wandelement mit Dämmung und Beplankung auf der Baustelle

04 · Vorgefertigte Holzbauteile

Holzrahmenbau

Holzrahmenbau ist eine Bauweise mit vorgefertigten Wandelementen aus Holzständern, Dämmung und beidseitiger Beplankung.

Die Vorfertigung verkürzt die Bauzeit auf der Baustelle deutlich, das Tragwerk steht oft in wenigen Tagen, anschließend ist das Gebäude regendicht.

Holzrahmenbau ist nach Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über KfW-Kredite 358/359 oder BAFA-Zuschuss förderfähig, wenn die energetischen Anforderungen erfüllt sind.

Bauzeit
Verkürzt durch Vorfertigung
Dämmung
Mineralwolle oder Zellulose
Förderung
BEG über KfW/BAFA
Norm
DIN EN 1995

Was ist Holzrahmenbau?

Im Holzrahmenbau wird eine Wand aus einem Rahmen aus Schwellen, Riegeln und vertikalen Holzständern aufgebaut, das Gefach mit Dämmung gefüllt und die Wand mit Holzwerkstoffplatten beplankt. Dampfbremse, Installationsebene und Innenbeplankung folgen je nach Aufbau. Auf der Baustelle entstehen so warme, dämmstarke Wände mit vergleichsweise schlanker Wandstärke.

Die Bauweise eignet sich besonders für Anbauten, Aufstockungen, Dachgauben und energetische Sanierungen. Die Wandelemente entstehen oft vorgefertigt im Werk oder auf der Baustelle, dadurch verkürzt sich die Witterungsphase, in der das Gebäude offen steht.

Wann Holzrahmenbau sinnvoll ist

  • Anbau ans Bestandsgebäude

    Erweiterung um ein Zimmer oder einen Hauswirtschaftsraum, schnell, leicht, gut zu dämmen.

  • Aufstockung

    Etagenaufstockung in Holzrahmenbau ist leicht und reduziert die Last auf den Bestand, oft ohne Verstärkung der Geschossdecke möglich.

  • Dachgaube

    Stehende Wandelemente einer Gaube entstehen klassisch im Holzrahmenbau, oft komplett vorgefertigt.

  • Energetische Sanierung

    Vorgefertigte Dämmelemente werden auf die Bestandsfassade montiert, schnelle Bauzeit, kaum Schmutz im Innenraum.

  • Gartenhaus oder Büroanbau

    Kleine Bauten mit Wohnstandard, vom Hauswirtschaftsraum bis zum Gartenstudio.

Was wir liefern

  • Aufmaß und Werkplanung

    Wir nehmen den Bestand oder den Bauplan auf und planen die Wandelemente in CAD.

  • Statik

    Tragwerksplaner-Partner erstellt den Nachweis nach DIN EN 1995, abgestimmt auf Bestand und neue Lastfälle.

  • Vorfertigung

    Wandelemente entstehen vorgefertigt, mit Schwelle, Ständern, Dämmung und Beplankung.

  • Montage

    Anlieferung und Aufstellen der Elemente per Kran, Verbinden mit Bestand oder Fundament, Anschluss Decke und Dach.

  • Dämmung und Beplankung

    Mineralwolle oder Zellulose im Gefach, OSB- oder Gipsfaserplatte außen, je nach Aufbau Dampfbremse innen.

  • Fassade und Eindeckung

    Anschließend Holzfassade, Putzträgerplatte mit Putz oder andere Bekleidung, Dachanschluss durch unsere Dachdecker.

Förderung nach BEG

Energetische Sanierung mit Holzrahmenbau ist als Einzelmaßnahme nach den Richtlinien der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-EM) förderfähig. Voraussetzung sind ein Energie-Effizienz-Experte aus der dena-Liste sowie das Erreichen vorgegebener U-Werte für die gedämmte Außenwand.

Bei Aufstockungen oder Anbauten kann die Maßnahme in Verbindung mit dem KfW-Wohngebäude-Kredit gefördert werden. Wir liefern die fachliche Ausführung, die Antragstellung übernimmt der Energieberater des Bauherrn. Der Antrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden.

Holz und Dämmung

Konstruktionsvollholz (KVH)

Standard für Schwellen, Riegel und Ständer, technisch getrocknet, formstabil.

KVH

OSB-Platte

Aussteifende Beplankung außen, dient gleichzeitig als luftdichte Ebene bei korrekter Verarbeitung.

aussteifend

Gipsfaserplatte

Beplankung innen oder außen, brandschutzwirksam, fester als Gipskarton.

Brandschutz

Mineralwolle WLS 035

Klassische Gefachdämmung, brandsicher, schalltechnisch gut.

GEG-konform

Zellulose-Einblasdämmung

Recyclingdämmstoff aus Altpapier, fugenlos eingeblasen, gute sommerliche Hitzeschutzwirkung.

nachhaltig

Holzfaserdämmplatte

Diffusionsoffene Dämmung mit guter Hitzeschutzwirkung, oft als Außendämmung mit Putzträger.

diffusionsoffen

Ablauf in 6 Schritten

  1. 01

    Vor-Ort-Aufnahme und Bedarf

    Wir besichtigen den Standort, klären Anforderungen, Förderoptionen und Schnittstellen zum Bestand.

  2. 02

    Werkplanung

    CAD-Planung der Wandelemente und Anschlüsse, Abstimmung mit Architekt und Energieberater.

  3. 03

    Statik

    Standsicherheitsnachweis durch Tragwerksplaner, abgestimmt auf Bestand und Lastfälle.

  4. 04

    Vorfertigung

    Herstellung der Wandelemente mit Schwelle, Ständern, Dämmung und Beplankung.

  5. 05

    Montage

    Anlieferung, Krananbringung, Verbindung mit Bestand oder Fundament, Anschluss Decke und Dach.

  6. 06

    Fassade und Abnahme

    Bekleidung als Holzfassade oder Putzträger mit Putz, Anschluss durch Dachdecker, Abnahme mit Foto-Dokumentation.

Was Holzrahmenbau kostet

Wir kalkulieren transparent. Eine seriöse Pauschalangabe ohne Vor-Ort-Aufnahme ist nicht möglich. Diese Faktoren beeinflussen den Preis am stärksten:

Wandfläche
Groesste Stellgröße, abgerechnet pro Quadratmeter Außenwand inklusive Dämmung und Beplankung.
U-Wert und Wandaufbau
Hoher Dämmstandard mit größerer Dämmebene erhöht Material und Gewicht.
Dämmung
Mineralwolle ist günstiger, Zellulose oder Holzfaser hochwertiger und teurer.
Anschlüsse Bestand
Saubere Anschlüsse an Bestandsdach, Fenster und Sockel sind aufwendig in Detailplanung und Montage.
Vorfertigungsgrad
Höherer Vorfertigungsgrad reduziert Bauzeit, erhöht aber den Werkplanungsaufwand.
Statik bei Aufstockung
Prüfung des Bestands kann Verstärkungen der Geschossdecke nötig machen.

Festpreis nach Aufnahme

Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, danach erhalten Sie ein detailliertes Angebot mit Festpreis. Keine späteren Aufschläge ohne neue Vereinbarung.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Holzrahmenbau und Holzständerbauweise?

Beide Begriffe meinen im Wohnbau weitgehend dasselbe, einen Aufbau aus Schwellen, Riegeln und Ständern mit Dämmung im Gefach. Holzrahmenbau ist der heute übliche Begriff für die normgerechte Ausführung.

Wie schnell geht der Aufbau?

Vorgefertigte Wandelemente für ein Einfamilienhaus oder einen Anbau koennen in 1 bis 3 Tagen aufgestellt werden, anschließend ist das Gebäude regendicht. Der gesamte Innenausbau folgt wie bei jedem anderen Bau.

Ist das genauso warm wie ein Massivbau?

Ja, oft besser. Die Dämmebene liegt zwischen den Holzständern, dadurch ist die Außenwand bei vergleichbarem U-Wert deutlich schlanker als beim Mauerwerk. Wohngesund und mit guter sommerlicher Hitzeschutzwirkung bei Holzfaser- oder Zellulosedämmung.

Welche Förderung gibt es?

Bei energetischer Sanierung greifen die BEG-Einzelmaßnahmen, mit BAFA-Zuschuss von 15 Prozent (mit iSFP 20 Prozent) oder KfW-Kredit. Voraussetzung sind ein Energie-Effizienz-Experte und das Erreichen der Förder-U-Werte. Antrag vor Auftragserteilung.

Kann ich aufstocken, ohne dass die Decke verstärkt werden muss?

Holzrahmenbau ist deutlich leichter als Massivbau, dadurch ist eine Aufstockung oft ohne Verstärkung der Geschossdecke möglich. Der Tragwerksplaner prüft das anhand des Bestands und gibt die Lastreserven frei.

Brennt Holz nicht?

Im Holzrahmenbau wird der Brandschutz durch die Beplankung mit Gipsfaser- oder Gipskartonplatten und durch die Dämmung erreicht. Holzständer brennen langsam und kontrolliert, das ist im Brandschutznachweis berechenbar.

Anfrage zu Holzrahmenbau

Anbau oder Sanierung in Holzrahmenbauweise?

Vorgefertigte Wandelemente, schnelle Bauzeit, KfW-fähig.

Vorgefertigte Holzbauteile

Bereit für den nächsten Schritt?

Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, transparente Beratung, Festpreis nach Aufmaß. Anruf oder Anfrageformular reichen.