Hinterlüftete Holzfassade aus Lärche an einem Wohnhaus

07 · Verkleidung in Holz

Holzfassade

Eine Holzfassade ist eine hinterlüftete Verkleidung der Außenwand mit Holzbrettern auf einer Lattung, mit Hinterlüftung und meist neuer Dämmebene.

Lärche ist langlebig und vergraut natürlich, Fichte braucht eine Schutzlasur, Thermoholz ist modifiziert und besonders dauerhaft.

In Verbindung mit einer neuen Dämmebene ist die Holzfassade als energetische Sanierung nach BEG über BAFA oder KfW förderfähig.

Bauzeit
1-3 Wochen
Holzarten
Lärche, Fichte, Thermoholz
Profil
Boden-Deckel, Stülp, Rhombus
Förderung
BEG mit Dämmung

Hinterlüftete Fassade aus Holz

Eine Holzfassade ist eine vorgehängte, hinterlüftete Bekleidung der Außenwand. Auf der Bestandswand entsteht eine Dämmebene, darüber eine Konterlattung mit definiertem Hinterlüftungsspalt und schließlich die Holzschalung. Feuchte, die in die Dämmung eindringt, kann durch die Hinterlüftung kontrolliert nach oben austrocknen.

Die Holzfassade ist gleichzeitig Schmuck und Witterungsschutz. Mit der gleichen Maßnahme wird oft auch der U-Wert der Außenwand verbessert, sodass die Fassade nach Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig wird, wenn die Dämmwerte erreicht und ein Energie-Effizienz-Experte eingebunden ist.

Holzarten und Charakter

  • Lärche

    Hoher Harzgehalt, sehr witterungsbeständig, vergraut natürlich silbrig. Wartungsarm, lange Lebensdauer, ohne Anstrich möglich.

  • Douglasie

    Hochwertige Alternative zu Lärche, leicht rötlicher Ton, gute Witterungsbeständigkeit.

  • Fichte

    Wirtschaftlich, gute Verfuegbarkeit. Braucht eine Schutzlasur oder einen deckenden Anstrich, ist sonst kürzer haltbar als Lärche.

  • Thermoholz

    Modifiziertes Holz (z.B. Esche, Kiefer), durch Hitzebehandlung dauerhaft, formstabil und schaedlingsresistent.

  • Western Red Cedar

    Premiumholz aus Nordamerika, leicht und dauerhaft, dezent rot-braun, hochpreisig.

Schalungs-Profile

  • Boden-Deckel-Schalung

    Senkrechte Bretter mit überdeckenden Decklatten, klassisch laendlich, Schwund unproblematisch.

  • Stülpschalung

    Waagerecht, jedes Brett überdeckt das obere, einfache Verarbeitung, klassisch nordisch.

  • Rhombus-Profil

    Schmale Latten mit dreieckigem Querschnitt, offene Fugen, moderne Optik.

  • Nut-Feder-Profil

    Gefräste Verbindung, geschlossene Fläche, optisch ruhig.

  • Schindeln

    Kleinformatige Holzelemente, klassisch für Giebel oder ganze Fassaden, traditionell auf Berghäusern.

Was wir liefern

  • Aufmaß und Planung

    Wir nehmen die Fassade auf, klären Holzart, Profil, Dämmstärke und Anschlüsse.

  • Dämmebene

    Holzfaser-, Mineralwolle- oder Zellulosedämmung in einer Konterlattung, U-Wert nach Wunsch oder BEG-Vorgabe.

  • Hinterlüftung

    Konterlattung mit definiertem Lüftungsspalt, Insektenschutzgitter unten und oben.

  • Schalung

    Bretter oder Profile in Wunschausführung, mit Edelstahl- oder verzinkten Schrauben befestigt.

  • Anschlüsse

    Sockelblech, Fenster- und Türanschlüsse, Dachanschluss durch unsere Dachdecker.

  • Holzschutz nach DIN 68800

    Konstruktiv durch Hinterlüftung und Sockelabstand, optional Lasur oder UV-Schutz.

Förderung und Energetik

In Verbindung mit einer neuen Dämmebene ist die Holzfassade als BEG-Einzelmaßnahme förderfähig. Aktuell sind 15 Prozent BAFA-Zuschuss auf förderfähige Kosten möglich, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sogar 20 Prozent. Voraussetzung sind ein Energie-Effizienz-Experte aus der dena-Liste und das Erreichen der vorgeschriebenen U-Werte.

Wir liefern die fachliche Ausführung, der Energieberater des Bauherrn führt die Antragstellung. Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden, das Angebot bereiten wir BEG-konform vor.

Holz und Dämmung

Sibirische Lärche

Sehr witterungsbeständige Lärche aus kontinentalem Klima, lange Lebensdauer, vergraut silbrig.

Lärchevergraut

Heimische Lärche

Aus europaeischen Forsten, gute Witterungsbeständigkeit, regional verfuegbar.

regional

Thermoholz Esche

Modifiziertes Eschenholz, dauerhaft und formstabil, dunkler Farbton.

dauerhaft

Holzfaserdämmplatte WLS 040

Diffusionsoffene Dämmebene unter der Lattung, gute sommerliche Hitzeschutzwirkung.

diffusionsoffen

Mineralwolle WLS 035

Klassische Dämmebene, brandsicher, schalltechnisch gut.

GEG-konform

Edelstahl-Schraube TX

Korrosionsfreie Befestigung der Schalung, optisch unauffällig durch versenkten Kopf.

Edelstahl

Ablauf in 5 Schritten

  1. 01

    Vor-Ort-Aufnahme

    Wir nehmen die Fassade auf, klären Holzart, Profil, Dämmstärke und Förderoptionen.

  2. 02

    Festpreisangebot

    Detailliertes Angebot mit Holzart, Dämmung, Lattung und Anschlüssen, optional BEG-konform vorbereitet.

  3. 03

    Material und Werkplanung

    Bestellung des Holzes mit Vorlauf für technische Trocknung, Werkplanung der Anschlüsse.

  4. 04

    Aufbau

    Dämmung, Konterlattung mit Hinterlüftung, Schalung. Anschlüsse an Sockel, Fenster und Dach werden detailgenau eingedichtet.

  5. 05

    Abnahme

    Gemeinsame Begehung, Foto-Dokumentation, Garantieurkunde, Rechnung.

Was eine Holzfassade kostet

Wir kalkulieren transparent. Eine seriöse Pauschalangabe ohne Vor-Ort-Aufnahme ist nicht möglich. Diese Faktoren beeinflussen den Preis am stärksten:

Fassadenfläche
Groesste Stellgröße, abgerechnet pro Quadratmeter Fassade.
Holzart
Western Red Cedar und Thermoholz sind teurer als heimische Lärche, Fichte ist die günstigste Variante.
Profil und Verarbeitung
Rhombus und Schindeln sind aufwendiger zu verlegen als Stülpschalung.
Dämmung
Holzfaser ist hochwertiger und teurer als Mineralwolle.
Anschlüsse Bestand
Aufwendige Sockel-, Fenster- und Dachanschlüsse erhöhen den Detail-Aufwand.
Anstrich
Lasur oder deckender Anstrich auf Fichte ist Mehraufwand gegenüber unbehandelter Lärche.

Festpreis nach Aufnahme

Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, danach erhalten Sie ein detailliertes Angebot mit Festpreis. Keine späteren Aufschläge ohne neue Vereinbarung.

Häufige Fragen

Wie lange hält eine Holzfassade?

Bei korrektem Aufbau und Hinterlüftung hält eine Lärchen- oder Thermoholz-Fassade Jahrzehnte. Fichte mit gepflegtem Anstrich ebenfalls lange, braucht aber regelmäßiges Nachstreichen. Wichtig sind Sockelabstand, Hinterlüftung und gute Anschlüsse.

Muss ich die Fassade streichen?

Lärche, Douglasie und Thermoholz koennen unbehandelt bleiben, sie vergrauen mit der Zeit. Fichte braucht eine Schutzlasur oder einen deckenden Anstrich. Auf Wunsch streichen wir auch Lärche mit UV-Schutz, um die Holzfarbe zu erhalten.

Vergraut Lärche gleichmäßig?

Auf der Wetterseite vergraut Lärche schneller, auf geschützten Seiten kann es länger dauern. Das ist normal und gleicht sich nach einigen Jahren aus. Wir planen die Schalrichtung so, dass das Vergrauen sauber wirkt.

Kann die Holzfassade gefördert werden?

In Verbindung mit einer neuen Dämmebene ja, über BEG-Einzelmaßnahmen mit BAFA-Zuschuss oder KfW-Kredit. Voraussetzung sind ein Energie-Effizienz-Experte und das Erreichen der vorgeschriebenen U-Werte. Antrag vor Auftragserteilung.

Brennt die Fassade nicht leichter?

Im Wohnbau bis zu drei Geschossen ist Holzfassade in der Regel zulässig, höhere Anforderungen an den Brandschutz erfüllen wir mit definierten Brandschutzdetails (z.B. nicht brennbare Brandsperren in Geschossdeckenebene). Das wird im Brandschutznachweis berechnet.

Was kostet eine Holzfassade pro Quadratmeter?

Wir kalkulieren jedes Projekt individuell nach Vor-Ort-Aufnahme. Statt einer pauschalen Spanne, die Ihrem Vorhaben oft nicht gerecht wird, erstellen wir ein detailliertes Angebot mit verbindlichem Festpreis. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin.

Anfrage zu Holzfassade

Fassade in Holz verkleiden?

Lärche, Fichte oder Thermoholz, hinterlüftet und langlebig.

Verkleidung in Holz

Bereit für den nächsten Schritt?

Kostenlose Vor-Ort-Aufnahme, transparente Beratung, Festpreis nach Aufmaß. Anruf oder Anfrageformular reichen.